Samstag, 19. Juni 2010

Vorbemerkungen

Für gutes Gelingen ist wichtig, daß die Tuschezeichnung mit wasserunlöslicher Tusche ausgeführt ist. Bei der
Anfertigung der Zeichnung ist es hilfreich mit einem Bleistift die Umrisse anzudeuten. Die überstehenden Bleistift- linien können nachträglich mit einem weichen Radiergummi entfernt werden. Die Tusche sollte mit einer Spitz- feder aufgetragen werden. Verwendet man einen Tusche- Liner sollte seine Strichbreite nicht mehr als 0,3 mm betragen. Natürlich sollte der Farbauftrag nicht sofort nach dem die Zeichnung fertig ist erfolgen, denn die nasse Tusche wird sonst verwaschen.

Freitag, 18. Juni 2010

Tuschezeichnungen können sehr leicht mit Aquarellfarben in vollwertige Aquarellbilder verwandelt werden. Sie erhalten einen eigenen Charakter, der mit dem Ursprung der Aquarellmalerei verwandt ist. Wegen der eindeutigen Linienführung in den Umrissen ist es für Aquarellanfänger ein guter Einstieg in die Technik des Malens mit diesen Farben.
Die hier vorliegende Tuschezeichnung soll  in ein Aquarell verwandelt werden.




Tuscheschatten wurden weitgehend weggelassen
um die Farben hervorzuheben.

Westlich des Dorfes


Die Silhouette des Dorfes und den Himmel darüber wässrige ich mit viel Wasser ein und lege gleich danach in den nassen Malgrund lichten Ocker an. Den Himmel gestalte ich mit Cölinblau; die Wolken tupfe ich mit einem Papiertaschentuch aus; am unteren Rand der Wolken setze ich leichtes Indigoblau.
Nach dem Trocknen Beginne ich die Kirchtürme und Dächer zu malen. Für die mit Schiefer gedeckten Türme und Dachteile verwende ich ein Gemisch aus Paynesgrau und Indigo. Ich lasse noch Optionen frei für nachträgliche Lasuren falls dies notwendig sein sollte
Das Grün aller Variationen für das Laub der Bäume
und Büsche ermische ich aus gelb und Kobaltblau mit einer leichten Zugabe von Echtgrün. Beim Auftragen der Farbe gebe ich ich auf die noch feuchte Farbe Nuancen von Ocker und Chromgelb und erzeuge so die realen Farben. Eine Ausnahme bildet ein rötlich brauner Busch.
Nach dem Trocknen ziehe ich Stämme und Geäst sparsam mit Dunkelgrau oder Tusche nach.
Dann verstärke ich die Fensterfarben mit Indigo, lasse aber teilweise hauptsächlich bei der Kirche Lichter frei. Den Fordergrund bildet eine kleine Brache, die mit allerlei Pflanzen bewachsen ist. Darauf versuche ich den gegebenen Bewuchs mit einer Vielzahl von Formen darzustellen. Teilweise sind die Pflanzen bis auf das Erdreich weggeschrammt; das stelle ich mit dunklem Ocker  und Umbra dar.

Das fertige Bild

Ich verstärke noch an den mir notwendig
erscheinenden Stellen denFarbton: :Schatten unter  Büschen mit Kobaltblau, die hochaufragende Tanne .
Den Weg ganz im Vordergrund stelle ich aus Neutral-
tinte her und lasiere ihn  nach dem Trocknen mit
Umbra und Violett.
Das Bild ist damit fertig. Die ehemalige Tusche-
vorzeichnung ist verschwunden.